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Das CPU-Modul der CNC ist für jede Berechnung verantwortlich, die das Steuerungssystem durchführt. Jeder Interpolationsschritt – die Umwandlung einer befohlenen Vorschubgeschwindigkeit in eine Achsenposition erhöht jeweils eine Interpolationsperiode – findet in diesem Modul statt. Dies gilt auch für PMC-Ladder-Scanning, Display-Rendering, Kommunikationsmanagement und Systemdiagnoseverarbeitung.
Die A20B-3300-0475 integriert zwei wesentliche Ressourcen auf einer einzigen Karte:
Der Prozessorkern:Die CPU, die die CNC-Betriebssoftware ausführt, das G-Code-Programm verarbeitet, die Mehrachsenbewegung koordiniert und alle Echtzeit- und Hintergrundaufgaben verwaltet.
128 MB DRAM:Der Arbeitsspeicher des Prozessors. Jede Variable, jedes Interpolationsergebnis, jeder Programmblock im Look-Ahead-Puffer und jeder Hintergrundsystemzustand belegen während des Betriebs Platz in diesem DRAM.
Die Kombination beider auf einer Karte bedeutet, dass ein einziger A20B-3300-0475-Austausch CPU-Ausfälle und DRAM-Ausfälle in einem einzigen Teileaustausch behebt – und so die korrekte Konfiguration ohne die Komplexität der Verwaltung separater Prozessor- und DRAM-Module aufrechterhält.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Board-Typ | A3 |
| DRAM | 128 MB (integriert) |
| Formfaktor | Steckmodul |
| Kompatibel | CNC-Hauptplatine vom Typ A3 |
| Serie | A20B-3300 |
Die 128 MB DRAM-Zuteilung spiegelt die Verarbeitungsanforderungen der CNC-Plattform wider, die dieses Modul bedient. Mehrere Betriebsfunktionen profitieren vom Arbeitsspeicher oder erfordern einen erheblichen Arbeitsspeicher:
Werkzeugweg-Vorausschau:Die CNC liest das Programm voraus und berechnet zukünftige Bewegungsblöcke, bevor die Ausführung des aktuellen Blocks abgeschlossen ist, um eine konstante Vorschubgeschwindigkeit in Ecken und Kurven aufrechtzuerhalten. Ein größerer Look-Ahead-Puffer (unterstützt durch mehr DRAM) sorgt für eine gleichmäßigere Konturierung bei höheren Vorschüben.
Mehrachsige Simultaninterpolation:Für jeden Interpolationszyklus muss die CNC Positionsbefehle, Rückführungswerte, Fehlerwerte und verstärkungsmodifizierte Ausgangswerte für jede aktive Achse gleichzeitig halten. Bei höheren Achsenzahlen skaliert der Speicherbedarf pro Zyklus entsprechend.
Systemsoftware und Optionen:Die CNC-Bediensoftware und die aktive Optionssoftware (Konturoptionen, Kommunikationsoptionen, benutzerdefinierte Makrobibliotheken) werden von geladen
FROM in den DRAM beim Start und bleibt während des Betriebs resident. 128 MB bieten Platz für ein Software-Image mit vollem Funktionsumfang, ohne den für Laufzeitdaten verfügbaren Speicherplatz zu beeinträchtigen.
CPU-/DRAM-Modulalarm auf einer A3-CNC:Eine FANUC-CNC mit einer Hauptplatine vom Typ A3 generiert Alarme, die auf einen CPU-Kartenfehler hinweisen. Die FROM-Module und der SRAM werden als intakt bestätigt. Durch den Austausch des A20B-3300-0475 wird der Fehler behoben und die CNC lädt ihre Software von FROM in den DRAM des neuen Moduls neu.
Geplanter Ersatz:Eine Maschinenwerkstatt, die CNC-Systeme mit Hauptplatinen des Typs A3 betreibt, verfügt über einen A20B-3300-0475 als lokalen kritischen Ersatz, der eine sofortige Reaktion auf einen CPU-Modulausfall ermöglicht.
F1: Ist der A20B-3300-0475 derselbe wie der A20B-3300-0472 – beide verfügen über 128 MB DRAM?
Sie verfügen über dieselbe DRAM-Kapazität von 128 MB, bedienen jedoch unterschiedliche CNC-Plattformen. Das A20B-3300-0472 ist das Modul vom Typ A6 für die Serie 30i; der A20B-3300-0475 ist der A3-Typ. Die Bezeichnungen A3 und A6 spiegeln unterschiedliche Anschlussschnittstellen und Prozessorkonfigurationen wider, die auf unterschiedliche CNC-Generationen abgestimmt sind. Sie sind nicht austauschbar.
F2: Wie lädt die CNC nach dem Austausch des A20B-3300-0475 ihre Betriebssoftware neu?
Die CNC-Systemsoftware ist in FROM-Modulen (Flash-ROM) gespeichert – separaten Plug-in-Elementen auf der Hauptplatine. Beim ersten Einschalten nach dem Einbau des neuen A20B-3300-0475 lädt der Bootvorgang der CNC die Betriebssoftware von den FROM-Modulen in den 128 MB großen DRAM des neuen Moduls. Dies geschieht automatisch. Der FROM-Inhalt bleibt durch den Austausch des CPU-Moduls erhalten.
F3: Werden durch den Austausch des A20B-3300-0475 CNC-Parameter gelöscht?
Nein. CNC-Parameter befinden sich in SRAM-Modulen – batteriegepufferten Modulen, die von der CPU-Karte getrennt sind. Der SRAM-Inhalt bleibt vom Austausch des CPU-Moduls unberührt. Nach dem Einbau des neuen A20B-3300-0475 liest die CNC wie gewohnt Parameter aus den SRAM-Modulen.
F4: Was sind die Diagnosesymptome eines ausgefallenen A20B-3300-0475?
Zu den Symptomen gehören: Das System kann den Startvorgang nicht abschließen (stoppt während der Initialisierung); zufällige Resets während des Betriebs, die nicht mit Maschinenereignissen korrelieren; RAM-Paritätsalarme oder Systemalarme, die auf die CPU-Karte verweisen; Die CNC schaltet sich ein, aber das Display bleibt leer oder zeigt falsche Inhalte an. Bei Speicherfehlern kann es unter Last oder Temperatur zu zeitweiligem Verhalten kommen.
F5: Kann der A20B-3300-0475 auf Komponentenebene repariert werden?
Die Reparatur von CPU-Modulen ist technisch durch spezialisierte CNC-Elektronik-Servicezentren für Fehlermodi möglich, die diskrete Komponenten (Bypass-Kondensatoren, Speicherschnittstellentreiber) betreffen. Bei in der Produktion befindlichen Maschinen, bei denen die Ausfallkosten hoch sind, wird der Modul-für-Modul-Austausch in der Regel der längeren Durchlaufzeit der Platinenreparatur vorgezogen. Beide Optionen gelten je nach Dringlichkeit und verfügbarem Lagerbestand.
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