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Die CPU 416-3 und CPU 416-2 sind beide S7-400-Hochleistungs-CPUs, bedienen jedoch unterschiedliche architektonische Anforderungen. Die CPU 416-2 maximiert den Arbeitsspeicher auf 5,6 MB mit zwei Kommunikationsschnittstellen. Die CPU 416-3 tauscht etwas Speicher (3,2 MB) gegen eine dritte Schnittstelle: den IFM-Anschluss.
Die dritte Schnittstelle – bezeichnet als IFM (Interface Module) – stellt die physische Verbindung für die direkte Kommunikation zwischen Racks in S7-400-Multi-Rack-Konfigurationen bereit. Während das Standard-Schnittstellenmodulpaar IM 460/461 die Rückwandbus-Erweiterung übernimmt, ermöglicht die dedizierte IFM-Schnittstelle der CPU 416-3 eine direkte synchronisierte Kommunikation zwischen dem zentralen Rack und bestimmten Erweiterungs-Rack-Architekturen, ohne einen Standard-E/A-Steckplatz zu belegen.
Die erste Schnittstelle (MPI/DP, 12 Mbit/s) deckt den Programmierzugriff, HMI-Anbindungen und den PROFIBUS DP-Master/Slave-Betrieb ab. Die zweite Schnittstelle fügt ein unabhängiges PROFIBUS DP-Netzwerk hinzu. Die dritte IFM-Schnittstelle rundet die Verbindungsarchitektur für Installationen ab, die alle drei benötigen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Arbeitsgedächtnis | 3,2 MB (1,6 MB Code + 1,6 MB Daten) |
| 1. Schnittstelle | MPI/DP, 12 Mbit/s |
| 2. Schnittstelle | PROFIBUS DP |
| 3. Schnittstelle | IFM |
| Plattform | SIMATIC S7-400 |
| Besonderheit | CPU 416-2 (XN05) | CPU 416-3 (XL00) |
|---|---|---|
| Arbeitsgedächtnis | 5,6 MB | 3,2 MB |
| Schnittstellen | MPI/DP + DP | MPI/DP + DP + IFM |
| IFM-Anschluss | NEIN | Ja |
Die CPU 416-3 ist die richtige Spezifikation, wenn die dritte IFM-Schnittstelle ein erforderlicher Teil des installierten Systemdesigns ist – typischerweise in Multi-Rack-Architekturen, die die IFM-Verbindung für die direkte Kommunikation zwischen CPU und Erweiterungsrack verwenden. Die CPU 416-2 ist die bessere Wahl, wenn Programm- und Datenspeicherkapazität der primäre Designfaktor ist.
Multirack-S7-400-Systeme mit IFM-Synchronisation:Große Prozesssteuerungen, bei denen die CPU-zu-Rack-Kommunikationsarchitektur die IFM-Schnittstelle neben dualen PROFIBUS DP-Netzwerken erfordert.
Prozessautomatisierung mit hoher Kanalanzahl:3,2 MB bieten ausreichend Speicher für umfangreiche Steuerungsprogramme, die Hunderte von E/A-Punkten über mehrere PROFIBUS DP-Segmente hinweg verwalten.
Austausch in installierten CPU 416-3-Systemen:Die genaue Teilenummer 6ES7416-3XL00-0AB0 bewahrt die Drei-Schnittstellen-Architektur und Hardwarekonfiguration des installierten Systems.
F1: Wozu dient die IFM-Schnittstelle auf der CPU 416-3?
Die IFM-Schnittstelle (Interface Module) verbindet die CPU mit bestimmten Inter-Rack-Kommunikationsmodulen in S7-400-Multi-Rack-Konfigurationen. Es stellt einen direkten Datenpfad zwischen der CPU und der Erweiterungsrack-Hardware bereit, ohne die Standard-PROFIBUS DP- oder MPI-Schnittstellen zu verwenden. Die spezifischen IFM-Module und die Rack-Architektur bestimmen den funktionalen Einsatz dieser Schnittstelle.
F2: Kann die CPU 416-3 in einem bestehenden System durch eine CPU 416-2 ersetzt werden?
Nicht direkt, wenn das System die IFM-Schnittstelle verwendet. Die CPU 416-2 verfügt über keine dritte IFM-Schnittstelle. Wenn Sie diese ersetzen, wird die IFM-Verbindung vom System entfernt und es sind Änderungen an der Hardwarekonfiguration erforderlich. Wenn die IFM-Schnittstelle im installierten System nicht aktiv ist, kann die CPU 416-2 möglicherweise verwendet werden, aber der Speicherunterschied (5,6 MB vs. 3,2 MB) bedeutet, dass größere Programme auf dem 416-2 problemlos laufen, während sehr große Programme nicht auf den 416-3 passen würden.
F3: Wie hoch ist die maximale Anzahl an Erweiterungsracks für die CPU 416-3?
Die S7-400 CPU 416-Familie unterstützt bis zu 21 Erweiterungsracks. Die spezifische Anzahl hängt von der Rack- und Schnittstellenmodulkonfiguration ab. Die genauen Grenzen sind in der S7-400-Systemdokumentation anhand der Anschaltbaugruppentypen IM 460/461 und der IFM-Anschlussanordnung angegeben.
F4: Welches Programmiertool wird für die CPU 416-3 benötigt?
STEP 7 Classic (V5.x) ist das primäre Programmier- und Projektierungstool für S7-400-CPUs einschließlich der CPU 416-3. Hardwarekonfiguration, PROFIBUS DP-Netzwerkzuordnung und Programm-Download werden alle in STEP 7 durchgeführt. Die TIA Portal-Unterstützung für bestimmte S7-400-CPUs sollte anhand der installierten Firmware-Version überprüft werden.
F5: Welche Speichersicherungsmöglichkeit gibt es für die CPU 416-3?
S7-400 CPUs verwenden eine RAM/Flash-basierte Speicherkarte (Memory Card S7-400), die das Programm nichtflüchtig speichert. Beim Einschalten lädt die CPU das Programm von der Speicherkarte in den Arbeitsspeicher. Die Speicherkarte speichert das Programm ohne Batteriepufferung, remanente Daten (Zähler, Flags, Timer) erfordern jedoch eine Batteriepufferung. Ersetzen Sie die Batterie in einem geplanten Wartungszyklus.
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