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PLC speicherprogrammierbare Steuerung
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Bei einer Brennersteuerung handelt es sich nicht um ein allgemeines Relais oder eine programmierbare Steuerung, sondern um einen dedizierten Sicherheitssequenzer, der speziell für Verbrennungsanlagen entwickelt wurde. Der LFL1.335 verwaltet die komplette Anlauf- bis Abschaltsequenz eines Zwangszugbrenners: Vorspülung, Zündung, Bestätigung der Flammenbildung, überwachter Betriebsmodus und sichere Sperrreaktion bei Auftreten eines Fehlers. Diese Funktionen müssen in einer definierten, gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge ausgeführt werden, um die Sicherheitsstandards für die Verbrennung zu erfüllen.
Die drei veröffentlichten Timing-Parameter definieren die spezifische Sequenz des LFL1.335:
t1 = 37 Sekunden – Vorspülzeit:Bevor eine Zündung versucht wird, läuft das Zwangsgebläse 37 Sekunden lang, um unverbrannten Brennstoff oder Gase aus der Brennkammer und dem Schornstein zu spülen. Diese Spülung verhindert, dass eine kraftstoffreiche Atmosphäre durch den Funken entzündet wird. Die 37-sekündige Vorspülung ist eine auf das Brennkammervolumen des Brenners abgestimmte Konstruktionsvariante.
TSA = 2,5 Sekunden – Sicherheitszeit für die Zündung:Bei einem Zündversuch muss die Flamme innerhalb von 2,5 Sekunden erkannt werden. Wenn der Flammendetektor innerhalb dieses Fensters keine Flammenentstehung bestätigt, schaltet der LFL1.335 das Brennstoffventil ab und geht in die Sperrung. Eine TSA von 2,5 Sekunden eignet sich für Anwendungen mit direkter Gaszündung, bei denen die Flammenreaktion schnell erfolgt.
t9 = 5 Sekunden – Nachspülzeit:Nach einer normalen Abschaltung läuft der Ventilator noch 5 Sekunden lang weiter, um Verbrennungsprodukte aus dem Wärmetauscher und dem Rauchabzug zu entfernen, bevor der Ventilator stoppt.
Diese Timing-Werte sind in der Hardware des LFL1.335 festgelegt – sie sind nicht vor Ort programmierbar. Die Auswahl der richtigen LFL1-Variante bedeutet, die richtigen Vorspül- und Sicherheitszeiten für den jeweiligen Brenner auszuwählen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Versorgungsspannung | 110 V Wechselstrom, 50/60 Hz |
| Anwendung | Gas / Öl / Dual-Fuel |
| Brennertyp | Zwangszug |
| Betriebsart | Intermittierend |
| Vorspülung (t1) | 37 Sekunden |
| Sicherheitszeit (TSA) | 2,5 Sekunden |
| Nachbereinigung (t9) | 5 Sekunden |
| Kapazität | Mittel bis hoch |
„Intermittierender Betrieb“ hat in der Terminologie der Brennersteuerung eine besondere Bedeutung: Innerhalb jedes 24-Stunden-Betriebszeitraums wird der Brenner mindestens einmal kontrolliert abgeschaltet (über die normale Abschaltsequenz der Brennersteuerung). Dies unterscheidet sich vom „Dauerbetrieb“, bei dem der Brenner über längere Zeiträume ohne Taktung läuft.
Viele industrielle und gewerbliche Heizsysteme arbeiten auf natürliche Weise – Industrieöfen, Kompaktkessel, Lufterhitzer und Prozesswärmesysteme, die die Leistung oder Stufenkapazität modulieren. Für diese Systeme ist der intermittierende Betrieb der normale Arbeitszyklus und der LFL1.335 ist entsprechend ausgelegt. Für Brenner, die über Tage oder Wochen kontinuierlich ohne zyklische Abschaltung laufen müssen, ist eine für den Dauerbetrieb ausgelegte Brennersteuerung die richtige Spezifikation.
Industriekessel und Kompaktdampferzeuger:Vorspülung, Gasventilöffnung, Funkenzündung, Flammenbestätigung über Ionisation oder UV-Detektor, modulierende Steuerung während des Betriebs – alles gesteuert durch den LFL1.335.
Prozesslufterhitzer und Wärmetauscher:Gebläsebrenner, der Wärme zum Trocknen, Aushärten oder Prozesserhitzen liefert. Der LFL1.335 sorgt für einen sicheren Start nach jedem Produktionsstillstand.
Zweistoffbrennersysteme:Durch die Möglichkeit der Gas-/Öl-Umschaltung kann der Brenner mit beiden Brennstoffen betrieben werden. Der LFL1.335 überwacht die Flamme unabhängig davon, welcher Brennstoff aktiv ist.
F1: Was ist der Unterschied zwischen LFL1.335 und anderen LFL1-Varianten wie LFL1.322 oder LFL1.338?
LFL1-Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in ihren Zeitparametern – Vorspülzeit (t1) und Sicherheitszeit (TSA). Der LFL1.322 hat t1=12s/TSA=2s; der LFL1.338 hat t1=37s/TSA=5s. Diese Zeiten sind in der Hardware festgelegt und definieren die richtige Variante für einen bestimmten Brenner. Der Austausch durch eine Variante mit einem anderen Timing kann zu störenden Aussperrungen (zu kurze Sicherheitszeit) oder zur Nichterfüllung der Verbrennungssicherheitsstandards (unzureichende Vorspülung) führen. Passen Sie immer die genaue LFL1.xxx-Bezeichnung der installierten Einheit an.
F2: Welche Flammenmelder sind mit dem LFL1.335 kompatibel?
Die LFL1-Familie ist mit den UV-Flammendetektoren der Serien QR, QRA und QRC von Siemens sowie mit Ionisationssonden zur Überwachung von Gasflammen kompatibel. Der im Brenner installierte spezifische Flammendetektortyp bestimmt, welche Detektorschnittstelle der LFL1.335 verwendet – UV-Detektor oder Ionisationseingang. Bestätigen Sie die Flammenerkennungsmethode vor dem Austausch anhand der Konstruktionsdokumentation des Brenners.
F3: Was passiert, wenn der LFL1.335 gesperrt wird?
Bei einer Sperre schaltet der LFL1.335 sofort alle Kraftstoffventile und den Zündtransformator ab. Eine Sperranzeige leuchtet auf (normalerweise eine rote Kontrolllampe oder Anzeige auf der Steuerung). Der Brenner kann nicht neu gestartet werden, bis die Sperre manuell zurückgesetzt wird – normalerweise durch Drücken einer Reset-Taste am LFL1.335 selbst oder eines Fern-Reset-Punkts. Diese Anforderung des manuellen Zurücksetzens ist beabsichtigt: Sie zwingt den Bediener dazu, die Ursache zu bestätigen und zu untersuchen, bevor er einen Neustart zulässt.
F4: Können die LFL1.335-Timing-Parameter angepasst werden?
Nein. Die Vorspülzeit (t1 = 37 s), die Sicherheitszeit (TSA = 2,5 s) und die Nachspülzeit (t9 = 5 s) sind in der Hardware des LFL1.335 festgelegt – sie können nicht durch externe Parameter oder Schalter angepasst werden. Um das Timing zu ändern, muss eine andere LFL1-Variante mit den erforderlichen Werten ausgewählt werden.
F5: Woher stammt der LFL1.335?
Über Spezialisten für Verbrennungssteuerungen, Lieferanten von HVAC- und Brennerausrüstungen sowie Ersatzteilhändler für industrielle Heizsysteme. Siemens Building Technologies (jetzt Siemens Smart Infrastructure) bietet LFL1-Steuerungen über sein Vertriebsnetz für Verbrennungssteuerungen an. Bestätigen Sie vor der Bestellung die genaue Teilenummer LFL1.335 und die 110-VAC-Versorgungsversion – Varianten mit höherer Spannung (220 VAC) haben unterschiedliche Bestellnummern und sind nicht austauschbar.
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