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Die 6ES7870-1AB01-0YA0 ist die ladbare Treibersoftware, die es einer SIMATIC S7-300 oder S7-400 SPS ermöglicht, als MODBUS-Slave-Gerät über die Punkt-zu-Punkt-Kommunikationsmodule CP 341 oder CP 441-2 zu kommunizieren. Ohne diesen Treiber kommunizieren CP 341 und CP 441-2 über die nativen Siemens-Protokolle 3964(R) oder RK512 oder dienen als einfacher ASCII-Kanal. Wenn der MODBUS-Slave-V3.1-Treiber geladen ist, wird der CP zu einem MODBUS-RTU-Slave-Gerät – er reagiert auf MODBUS-Befehle von einem Master-Gerät und ordnet MODBUS-Registeradressen S7-Datenbereichen zu.
Die Anwendung ist unkompliziert: Wenn ein Siemens S7-System eine Schnittstelle zu einem SCADA-System, einem verteilten Steuerungssystem, einem Energiemanagementsystem oder einem anderen Gerät herstellen muss, das auf der MODBUS-Masterseite kommuniziert, ermöglicht dieser Treiber die Verbindung ohne externe Protokollkonverter. Die S7-SPS wird zu einem MODBUS-Slave, von dem der externe Master mithilfe standardmäßiger MODBUS-Funktionscodes liest und schreibt – der Treiber übernimmt die Protokollgestaltung, Adresskonvertierung und CRC in der Firmware des CP-Moduls, sodass sich die S7-CPU auf ihr eigenes Programm konzentrieren kann.
Das Paket wird als einbaufertiger Softwaresatz geliefert: die Treiberdateien auf CD (zur Installation in STEP 7), eine vollständige Dokumentation und ein Hardware-Dongle, der die Lizenzdurchsetzung für die Einzelinstallationslizenz ermöglicht.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Teilenummer | 6ES7870-1AB01-0YA0 |
| Software | MODBUS-Slave V3.1 |
| Zielhardware | CP 341 / CP 441-2 |
| Plattform | SIMATIC S7-300 / S7-400 |
| Protokoll | MODBUS RTU (S7 = Slave) |
| Slave-Adresse | 1–255 |
| Baudrate | 300 bis 76.800 Bit/s |
| Lizenztyp | Einzeln (1 Installation) |
| Lieferung | CD + HW-Dongle |
| SCHRITT 7 | V4.02 oder höher |
| Sprachen | DE / FR / EN |
Der MODBUS-Slave-Treiber (6ES7870-1AB01-0YA0) konfiguriert die S7 aufantwortenauf MODBUS-Befehle von einem externen Master-Gerät. Wenn die S7 es musseinleitenWenn MODBUS das Lesen von Daten von einem anderen Slave-Gerät (z. B. einem Antrieb, Leistungsmesser oder Remote-I/O) anfordert, ist die MODBUS-Master-Version (6ES7870-1AA01-0YA0) die richtige Wahl. Bestätigen Sie vor der Bestellung die Rolle der S7 im MODBUS-Netzwerk – Master oder Slave.
F1: Wozu dient der Hardware-Dongle und was passiert, wenn er verloren geht?
Der Hardware-Dongle (HW-Dongle) ist der Lizenzschlüssel – das physische USB- oder serielle Gerät, das das Vorhandensein der Softwarelizenz nachweist. Die Treibersoftware prüft zur Laufzeit, ob der Dongle vorhanden ist. Fehlt der Dongle, funktioniert der Treiber nicht. Bei Verlust des Dongles geht auch die Lizenz verloren – es gibt kein reines Software-Backup. Siemens stellt keine Ersatz-Dongles für verlorene Originale zur Verfügung. Bewahren Sie den Dongle sicher auf und registrieren Sie die Lizenz als Backup-Datensatz im Lizenzmanagementsystem von Siemens.
F2: Welche CP-Modulrevisionen und Firmware-Versionen sind mit MODBUS Slave V3.1 kompatibel?
MODBUS Slave V3.1 läuft auf den Punkt-zu-Punkt-Kommunikationsbaugruppen CP 341 und CP 441-2 in S7-300- bzw. S7-400-Systemen. Für die Installation des Treibers ist STEP 7 V4.02 oder höher erforderlich. Bestätigen Sie die Firmware-Version des CP-Moduls anhand der Bestelldokumentation oder dem STEP 7-Hardwarekonfigurationstool. Frühere CP 341-Firmwareversionen müssen möglicherweise aktualisiert werden, bevor der V3.1-Treiber geladen wird.
F3: Welche MODBUS-Funktionscodes unterstützt der Slave V3.1-Treiber?
Der MODBUS Slave V3.1-Treiber unterstützt die standardmäßigen MODBUS RTU-Funktionscodes zum Lesen und Schreiben von Spulen und Registern – FC01 (Spulen lesen), FC02 (diskrete Eingänge lesen), FC03 (Halteregister lesen), FC04 (Eingaberegister lesen), FC05 (einzelne Spule schreiben), FC06 (einzelnes Register schreiben), FC15 (mehrere Spulen schreiben) und FC16 (mehrere Register schreiben). Der Treiber bildet diese Zugriffe auf bei der Konfiguration definierte S7-Speicherbereiche ab.
F4: Wie werden MODBUS-Registeradressen S7-Speicherbereichen zugeordnet?
Der MODBUS-Slave-V3.1-Treiber bietet eine konfigurierbare Adresszuordnungstabelle – MODBUS-Spulen- und Registeradressen werden bestimmten S7-Datenblockbereichen (DB), Speicherbereichen (M), Eingängen (I) oder Ausgängen (Q) zugewiesen, wie sie während der Konfiguration in STEP 7 definiert wurden. Der externe MODBUS-Master liest und schreibt diese S7-Speicherorte über die MODBUS-Adresszuordnung, ohne Kenntnis der internen Speicherorganisation der S7 zu haben.
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