Das 6AV3617-1JC20-0AX1 ist das Bedienpanel SIMATIC OP 17/DP von Siemens – eine tastaturgesteuerte monochrome LCD-Bedienoberfläche für SIMATIC S7- und M7-SPS-Systeme. Bevor Touchscreen-Farb-HMIs zum Standard wurden, diente das OP 17 als praktisches, robustes Bedienpanel für die Maschinensteuerung, Prozessüberwachung und Parameteranzeige in Industrieumgebungen, in denen eine kompakte, zuverlässige textbasierte Schnittstelle die Wahl der Technik war.
Das LCD-Display arbeitet in zwei wählbaren Zeichenmodi. Im 4×20-Modus zeigt das Panel vier Zeilen mit 20 Zeichen bei einer Zeichenhöhe von 11 mm an – groß genug, um bei typischen Betrachtungsabständen des Bedieners deutlich lesbar zu sein. Im 8×40-Modus zeigt das Display acht Zeilen mit 40 Zeichen bei 6 mm Höhe an, sodass mehr Daten gleichzeitig dargestellt werden können, um dichte Prozessüberwachungsbildschirme zu ermöglichen. Die LED-Hintergrundbeleuchtung gewährleistet eine lesbare Anzeige auch in Umgebungen mit wenig Umgebungslicht.
Die Kommunikation mit der SPS erfolgt über die RS-422/RS-485-Schnittstelle mit bis zu 1,5 MBaud. Das OP 17/DP unterstützt PROFIBUS DP (wie der Name schon sagt), MPI (Multi-Point Interface für direkte S7).
CPU-Verbindungen) und PPI (Point-to-Point Interface für kleinere S7-Systeme). Dieser einzelne Kommunikationsport deckt die drei Hauptschnittstellentypen der SIMATIC-Steuerung ab – der 6AV3617-1JC20-0AX1 funktioniert mit S7-300-, S7-400-, S7-200- und M7-Systemen unter Verwendung der entsprechenden Schnittstellenkonfiguration.
Zwei zusätzliche RS-232/TTY-Anschlüsse – einer aktiv und einer passiv – bieten Programmier-/Konfigurationsverbindungen zu einem PC, auf dem die Software ProTool oder ProTool/Lite ausgeführt wird, sowie einen Druckerausgang für Prozessdatenausdrucke.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Teilenummer | 6AV3617-1JC20-0AX1 |
| Anzeige | LCD, LED-Hintergrundbeleuchtung, Mono |
| Charaktermodus | 4×20 (11mm) oder 8×40 (6mm) |
| Funktionstasten | 8 (programmierbar) |
| Gesamtschlüssel | 24 |
| Erinnerung | 256 KB |
| PROFIBUS DP | Bis zu 1,5 MBaud |
| Serielle Ports | 2× RS-232/TTY |
| Leistung | 24 V Gleichstrom, 0,4 A |
| Kompatible SPS | SIMATIC S7/M7 |
| Betriebstemp | 0–50°C |
| Gewicht | 0,91 kg |
| Status | Auslaufmodell |
Die Konfiguration des OP 17 erfolgt mit der Programmiersoftware ProTool oder ProTool/Lite von Siemens. Die Konfiguration definiert die Bildschirmlayouts, angezeigten Prozesswerte, Alarmtextlisten und Funktionstastenbelegungen. Das kompilierte Projekt wird über die RS-232-Verbindung zu einem PC auf das Panel heruntergeladen. Für ein komplettes SIMATIC S7-System kann die Panel-Konfiguration über das ProTool/Lite-Add-In in die STEP 7-Projektumgebung integriert werden.
F1: Mit welchen SIMATIC SPS-Systemen ist der 6AV3617-1JC20-0AX1 kompatibel?
Das OP 17/DP unterstützt über seine MPI/PPI/PROFIBUS DP-Schnittstelle die Systeme SIMATIC S7-300, S7-400, S7-200 (über PPI) und M7. S7-300- und S7-400-Systeme verbinden sich über MPI oder PROFIBUS DP mit bis zu 1,5 MBaud. S7-200-Systeme verbinden sich über PPI. Verbindungsart und Baudrate werden im ProTool-Panel-Projekt konfiguriert.
F2: Was ist der Unterschied zwischen den Anzeigemodi 4×20 und 8×40?
Im 4×20-Modus zeigt das OP 17 4 Zeilen mit 20 Zeichen pro Zeile bei 11 mm Zeichenhöhe an – geeignet für Anzeigen mit wenigen Schlüsselwerten und Alarmmeldungen, die aus der Entfernung lesbar sind. Im 8×40-Modus erscheinen 8 Zeilen mit 40 Zeichen bei 6 mm Höhe – mehr Daten auf dem Bildschirm, aber kleinerer Text. Die Modusauswahl erfolgt in der ProTool-Projektkonfiguration; Der Bediener kann zur Laufzeit ohne eine programmierte Funktionstastenaktion nicht zwischen den Modi wechseln.
F3: Welche Software wird zur Konfiguration des 6AV3617-1JC20-0AX1 benötigt?
Die Konfiguration des OP 17 erfolgt mit der Siemens-Software ProTool oder ProTool/Lite auf einem Windows-PC. Das ProTool-Projekt definiert alle Bildschirmseiten, Variablenbezüge, Alarmmeldungen und Tastenbelegungen. Das kompilierte Projekt wird über die RS-232-Schnittstelle auf das Panel heruntergeladen. ProTool ist eine Legacy-Software – sie wird im TIA Portal nicht unterstützt. Für neue HMI-Projekte sind die aktuellen Panels von Siemens und WinCC der empfohlene Weg.
F4: Wie wird das OP 17 Panel in einem Schaltschrank montiert?
Beim OP 17 kommt eine Panel-Cut-Montage zum Einsatz – ein rechteckiger Ausschnitt wird in die Schranktür oder das Panel eingebracht, der OP 17 wird von vorne eingesetzt und mit Montageklammern befestigt, die an der Rückseite des Panelblechs befestigt werden. Bei ordnungsgemäßer Abdichtung im Ausschnitt bietet die Vorderseite des Panels Schutzart IP 65. Die Rückseite des Panels (im Inneren des Schranks) ist IP 20. Überprüfen Sie vor dem Schneiden die Abmessungen des Panel-Ausschnitts aus der OP 17-Installationsdokumentation.
F5: Woher wird die 6AV3617-1JC20-0AX1 nach der Abkündigung bezogen?
Über den etablierten Ersatzteilmarkt für SIMATIC HMI-Bedientafeln – alte HMI-Händler, Ersatzteillieferanten für SIMATIC-Systeme und geprüfte Überschusshändler. Das OP 17 wurde in den 1990er und 2000er Jahren häufig in Installationen von SIMATIC S7-300- und S7-400-Maschinen eingesetzt und sicherte so die Verfügbarkeit im Ersatzteilmarkt. Bestätigen Sie insbesondere die Teilenummer 6AV3617-1JC20-0AX1 – benachbarte OP 17-Varianten unterscheiden sich in der Schnittstellen- und Anzeigekonfiguration.
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