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Das G7SA-2A2B ist kein Standardrelais. Sein charakteristisches Merkmal ist der zwangsgeführte (mechanisch verbundene) Kontaktmechanismus, der die Voraussetzung für den Einsatz in Maschinensicherheitskreisen darstellt.
In einem Standardrelais können die Schließer- und Öffnerkontakte theoretisch beide gleichzeitig schließen, wenn ein Kontakt verschweißt oder eine Feder ausfällt – ein Zustand, den ein Sicherheitskreis, der auf dem NC-Kontaktstatus basiert, nicht erkennen kann. Beim G7SA mit zwangsgeführten Kontakten sind die Schließer- und Öffnerkontakte mechanisch gekoppelt: Wenn ein Schließerkontakt zugeschweißt wird, wird das Schließen der Öffnerkontakte physikalisch verhindert und umgekehrt. Dieser gegenseitige Ausschluss wird mechanisch erzwungen und ist unabhängig von der Software oder dem elektrischen Zustand des Relais.
Diese mechanische Garantie macht den G7SA-2A2B für die Überwachung in Sicherheitsrelaismodulen und Sicherheitslogiksystemen geeignet. Eine Sicherheitssteuerung kann die Öffnerkontakte überwachen, um sicherzustellen, dass die Schließerkontakte nicht verschweißt sind – und so den tatsächlichen Zustand des Relais auf Hardwareebene anzeigen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Teilenummer | G7SA-2A2B DC24 |
| KEINE Kontakte | 2 (DPST-NO) |
| NC-Kontakte | 2 (DPST-NC) |
| Spulenspannung | 24 V DC (18–26,4 V DC) |
| Spulenwiderstand | 1,6 kΩ |
| Nenntragstrom | 6A |
| Maximale Schaltspannung | 250 V Wechselstrom / 125 V Gleichstrom |
| Kontaktstrom bei 250 VAC | 6A (ohmsch) |
| Standards | EN 50205 |
| Montage | P7SA-Buchse / Platine |
| Isolierung | Verstärkt |
Das G7SA-2A2B wird als Ausgangsrelais in Sicherheitskreisen verwendet, in denen die Kontakte sicherheitskritische Maschinenleistung übertragen – die Schaltkreise, die eine gefährliche Maschinenfunktion aktivieren oder deaktivieren. Zu den gängigen Anwendungen gehören:
Das Relais arbeitet in Kombination mit einem Sicherheitsrelaismodul oder einer Sicherheits-SPS, die die Rückmeldekontakte überwacht. Die beiden Öffnerkontakte stellen den Rückmeldekanal dar – die Sicherheitssteuerung liest sie, um zu bestätigen, dass das Relais korrekt abgefallen ist, bevor ein Neustart ermöglicht wird.
Der Stecksockel der P7SA-Serie ermöglicht den Austausch des G7SA-2A2B ohne Störung der Feldverkabelung – die Verkabelung bleibt am Sockel und das Relaismodul kann ausgetauscht werden. Dies ist ein praktischer Wartungsaspekt bei Schalttafeln, bei denen ein Relaisaustausch ohne Änderung der Verkabelung den Aufwand für eine erneute Inbetriebnahme verringert.
F1: Was macht das G7SA-2A2B zu einem „Sicherheitsrelais“ und nicht zu einem Standardrelais?
Der zwangsgeführte Kontaktmechanismus verbindet die NO- und NC-Kontaktsätze physisch, sodass sie nicht gleichzeitig denselben Zustand einnehmen können. Wenn ein Schließerkontakt geschlossen wird, wird das Schließen der Öffnerkontakte mechanisch verhindert – dieser gegenseitige Ausschluss wird in der Hardware und nicht in der Software erzwungen. Dadurch kann eine Sicherheitssteuerung die Öffnerkontakte überwachen und einen verschweißten Schließerkontakt erkennen, was mit einem Standardrelais nicht möglich ist. Dies ist die Grundvoraussetzung für den Einsatz von Relais in Sicherheitsarchitekturen nach IEC 62061 und ISO 13849.
F2: Kann der G7SA-2A2B direkt auf einer Leiterplatte montiert werden?
Ja. Die Anschlussanordnung ist für das direkte Löten von Leiterplatten ausgelegt, wobei das Pin-Layout für das Standard-Leiterplattendesign optimiert ist. Für Schalttafeleinbauanwendungen nehmen die Steckanschlussbuchsen der P7SA-Serie den G7SA-2A2B direkt auf und bieten Schraub- oder Federklemmen-Feldverdrahtungsanschlüsse ohne Löten.
F3: Was ist der Betriebsbereich der Spulenspannung?
Die Nennspannung der Spule beträgt 24 V DC. Es ist garantiert, dass das Relais bei 18 V Gleichstrom und mehr anzieht (schließt) und bei 2,4 V Gleichstrom und darunter garantiert abschaltet (öffnet). Bei anhaltenden Spulenspannungen über 26,4 V DC besteht die Gefahr einer dauerhaften Beschädigung der Spule. Der Betriebsbereich von 18–26,4 V DC berücksichtigt typische Toleranzen der 24-V-DC-Versorgungsregelung.
F4: Können die Öffner- und Schließerkontakte unterschiedliche Schaltkreisspannungen schalten?
Ja. Jeder Kontaktsatz ist unabhängig – die beiden Schließerkontakte und die beiden Öffnerkontakte schalten ihre jeweiligen Stromkreislasten unabhängig voneinander. Ein Schließerkontaktsatz kann eine 230-V-Wechselstromlast schalten, während die Öffnerkontakte in einem 24-V-Gleichstrom-Rückkopplungskreis arbeiten. Die Isolierung des Relais zwischen den Kontaktkreisen ermöglicht unterschiedliche Schaltkreisspannungen am selben Relais.
F5: Was ist der Unterschied zwischen dem G7SA-2A2B und dem G7SA-3A1B?
Beide gehören zur Omron G7SA-Familie mit zwangsgeführten Kontakten und der gleichen Nennstromstärke. Der 2A2B verfügt über 2 Schließer- und 2 Öffnerkontakte (4-polig); Der 3A1B verfügt über 3 Schließer- und 1 Öffnerkontakte (4-polig). Die Auswahl der Kontaktkombination richtet sich nach den Anforderungen des Sicherheitskreises an Schließerkontakten (Lastschaltung) und Öffnerkontakten (Rückmeldungsüberwachung). Die meisten zweikanaligen Sicherheitsschaltkreise verwenden 2A2B, um Feedback-Öffnerkontakte von beiden Ausgangsrelais bereitzustellen.
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